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Die Jahreskreisfeste |
Der Wendepunkt im Zyklus ist Samhain oder Hallowen in der Nacht vom
31.10. auf den 1.11. oder der nächstliegenden Neumondnacht. Hier beginnt
das neue Jahr, der neue Zyklus.
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Wir enden am Anfang - das Rad dreht sich weiter |
Nur wenn du das kannst, dich rückhaltlos, schutzlos hinzugeben, dem Sterben und Leben, kannst du empfinden was Geborgenheit und Schutz ist, ohne Magie, Amulette oder anderes. Es ist der Schutz den SIE dir gewährt, indem SIE ihn in dir selbst weckt.
Es ist nur ein Moment in dem du den Tod empfindest, nur ein kurzer Augenblick. Aber erst wenn du ihn aushalten und zulassen kannst, ist es möglich wieder in das Leben zurückzukehren.
Du bist im Winterland, eisige Kälte, öde Eis- und Steinwüste, nichts ist sichtbar. Kreisende Geier, Raben, Aasvögel, die ziehende Wölfin auf einsamer Fährte. Hier begegnest du der Alten, Schwarzen, der Winterfrau. Die, vor der Deine Eltern, die Kirche, dich gewarnt haben, die in dunklen Wäldern, in verfallen Hütten und tiefen Höhlen haust. Dein Gerippe schlottert vor Angst bei dem Gedanken. Du tauchst ein in die Welt deiner Schatten, deines puren Selbst. Nichts kannst du verbergen, die Dunkelheit öffnet die letzte Tür in Dir. Wir gehen in Labyrinthe. Aber kein Ungeheuer erwartet uns, um uns zu verschlingen, sondern unser eigenes Ich. Auch wenn du anderen Masken zeigen kannst, in dieser Nacht stehst du schonungslos vor deinem eigenen Spiegel, wirst mit dir selbst konfrontiert, stößt an deine eigene Grenzen, muß dich selbst erkennen. Hältst du diesen Moment aus oder zerbrichst du?
Es ist die Zeit in der wir der Ahninnen gedenken. Frauen, die vor
uns den Weg gegangen sind, die im Totenreich warten, uns von dort aus helfend
zur Seite stehen.
Es ist besonders die Zeit der Frauen, die nicht mehr bluten, die
uns heute weise Lehrerinnen unseres Frauseins sind. An diesem Tag kann
eine Frau, die aufhört zu bluten, ihren Übertritt in diesen Lebensabschnitt
feiern.
Es gibt viele Helferinnen in dieser Zeit, die dich führen können auf dem Weg ins Reich der Schatten.
Kali: Indische Göttin aus der Trinität Durga-Parvati-Kali. Sie trennt mit dem Messer das Wichtige vom Unwichtigen, den Kopf (Verstand) vom Rumpf (Gefühl) - die Schwarze, sexuell starke Lebensspenderin. Vernichtung des Alten - damit Neues Platz hat.
Hel-Holle: Germanische Göttin, Hüterin der Unterwelt, des dunklen Aspektes des Lebens, aber auch Hüterin des paradiesischen Gartens, der nur durch den Brunnen (eintauchen in das Unbewußte) erreichbar ist. Schönste Beschreibung des Ganges durch das 8-speichige Jahresrad. Tod und Wiedergeburt werden nirgends schöner in unserem Sprachraum dargestellt.
Hekate: griechische dreifaltige Göttin aus der Trinität Persephone, Kore (Demeter) Hekate, Göttin der Mondphasen, Hüterin von Himmel, Erde und Unterwelt, Herrin der Kreuzwege, für die in Neumondnächten an Weggabelungen Opfer gebracht werden. Auf diesem Weg erfüllt sie auch Wünsche.
Percht: Im deutsch/österreichischen Alpenraum zieht sie in den Rauhnächten zwischen 23.12. und 6.1. mit ihrer wilden Schar in einem Schlitten über den Himmel und die Erde, sammelt die Seelen der Toten des Jahres und bringt sie in den Raum des Ausruhens. Orte wie Berchtesgaden (Garten der Percht) erinnern an sie.
Lilith : Die schwarze Mondfrau zeigt ihr Gesicht, das sie sonst hinter dem Mond verborgen hält. Die erste Frau Adams, verbannt von den jüdischen Patriarchen auf die nichtsichtbare Seite des Mondes, ist sie mächtiger denn je. Da sie verleugnet wird, ist ihr plötzliches Auftauchen umso schrecklicher. Im Ruf der Eule zeigt sie sich uns und mahnt uns, unseren Eigen-Sinn zu gebrauchen, der weiß, was für uns gut ist.
Tarotkarten sind das Rad des Schicksal, der Tod und das Gericht.
Wir richten unseren Blick nach Norden. Pluto, der fernste Planet
unseres Sonnensystems wendet sich uns zu. Es ist die Zeit des Skorpions,
der Zerstörungsgewalt von Mars.....
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21. Dezember Wintersonnwend - Jul - Sonnenfest |
Tarotkarte = Magierin
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Imbolg - Brigid -Mondfest Der erste Schritt nach draußen - das Licht wird meßbar länger. (1 Stunde mehr als an Mittwinter) |
Jetzt ist es Zeit nach draußen zu gehen. Zeit, aus dem Winter langsam Abschied zu nehmen. Du hast dich entschlossen neu zu kreisen und nun laß die Dunkelheit hinter dir. Du hast unendliche Kraft, dich durch den dunklen Schoß der Mutter Erde ans Licht zu gebären. Schenk dich der Welt neu.
Draußen beginnt es sich zu regen. Menschen in bunten, manchmal furchteinflößenden Masken laufen schreiend, singend, tanzend umher. Sie spüren, die Dunkelheit ist vorbei. Wilde ausgelassene Feste, sich wiederbegegnen draußen, miteinander feiern, sich Streiche spielen. Den Winter austreiben, die Fenster öffnen und die ersten Sonnenstrahlen einlassen. Sich freuen, daß ein neuer Kreis beginnt.
Diana, Persephone, die weißen, jungen Frauen, die noch keinem
Mann gehören, ihre Zeit beginnt.
Erst verstehen was Frau sein ist, welche Schönheit und Macht
darin liegt. Erst sich selbst spüren, kennenlernen. Mit den
Amazonen reiten, die frei und selbstbestimmt leben, bis an die Grenze des
Mutes gehen. Bereite dich vor für das große Fest Frau zu werden.
Genieße deine Jugend, aber sei dir gewiß, die Schwelle ist
da. Setz dich zu den Alten, laß dir erzählen, wie es geht, wie
langsam in deinem Bauch die Kraft zusammenwächst.
Die Wasserfrau bittet dich zum Tanz in ihr nasses Element der Gefühle. Sie wühlt dich auf, wie Schlamm vom Grund, laß dich fallen in die Ursuppe und warte, bis das Wasser wieder klar ist so wie deine Gedanken, Gefühle, deine Handlung.
Tarotkarte = Hohe Priesterin
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21. März Frühjahrs Tag- und Nachtgleiche - Ostara - Sonnenfest |
Die erste rote Farbe, das rote Ei, das Symbol des ewigen Lebens taucht auf. Das Ei reift heran und sehnt sich bereits jetzt nach Befruchtung.
Die Natur putzt und schmückt sich, mach es ihr nach. Öffne dein Haus, wirf den Winter endgültig hinaus. Alles wird frisch. Genieß die ersten jungen Triebe der Kräuter, die noch die ganze Kraft in sich tragen, die sie im Winter gesammelt haben und die sie brauchten auf dem Weg nach oben. Es ist Frühling
Tarotkarte = Sonne
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30. April Beltane - Walpurgis - Mondfest |
Du willst binden, verbinden, warum, mit wem, wie. Überlege mit wem du deine Kräfte, dein Leben verbindest. Venus und alle Göttinnen der Liebe stehen dir jetzt zur Seite. Die Göttin vereinigt sich mit ihrem Geliebten zum immerwährenden Tanz der Liebe.
Nähre dein Leben, gib ihm Kraft. Feiere dein Frau sein, gib dich dir ganz hin. Werde dir bewußt, daß die Erde nicht lebensfähig wäre ohne dich. Unsere Kinder, auch wenn es nicht unsere eigenen sind, brauchen die Weitergabe des Lebens. Die Erde braucht dich, indem du dich mit ihr verbündest, nährst du sie und sie dich.
Deine Ideen, Pläne sind es wert gelebt zu werden. Stelle sie vor, teile sie mit anderen. Der Mai ist der Monat des Wachsens, des Gedeihens des Blühens, des Feierns.
An diesem Fest gedenken wir auch all der Frauen, die für das was wir tun gestorben sind.
Der wilde Stier, die heilige Kuh, tragen in ihren Hörnern die dreifache Mondin, als Versprechen der ewigen Wiederkehr dieses Zyklus
Tarotkarte = Herrscherin
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21. Juni Litha - Mittsommer - Sonnenfest |
Es ist Zeit zum Gebären. Die Natur zeigt ihre Früchte, die aus den Keimen und Samen entstanden sind. Alles wächst und gedeiht prächtig. Viele Pflanzen haben gerade am jetzt ihre volle Heil- und Schutzkraft entwickelt.
Was zeigst du? Was ist aus deinen Ideen, Plänen geworden? Wenn
es gut war, zeigen sich jetzt die ersten Früchte. Es ist der Höhepunkt
der Entfaltung. Achte auf die Früchte. Was behindert sie, haben sie
genug Luft, Licht und Platz, haben sie guten Boden, gute Nahrung. Jetzt
kommt es darauf an, noch kannst du ihr Wachstum unterstützen.
Wir feiern die segnende Kraft der Sonne, die wachsen und gedeihen
läßt, uns wärmt, unser Innerstes frei und sorglos macht.
Alles steht im hellen Licht, nichts kann mehr verborgen werden.
Alle Erdmütter, Demeter, Maismutter, Patchamama, Ceridwen haben
dir ihren Segen gespendet, die 4 Elemente haben sich vereint und alles
hervorgebracht, ehre sie gebührend.
Die Sonne steht im Krebs, der aus den Wassern, den Urtiefen der
Gefühle steigt.
Tarotkarte = Sonne
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2. August Schnitterinnenfest - Lammas - Mondfest |
Gehe über die Felder der Natur und die Felder deines Lebens.
Was ist reif zu ernten? Was steht groß und reif auf den Feldern.
Deine Arbeit hat sich gelohnt, du hast gut für dich und die Erde gesorgt.
Was nicht voll ausgereift ist, laß ruhig zurück, es wird in
den Kreislauf der Natur integriert, nichts geht verloren, es wird zu Dünger
für das nächste Jahr.
Bis zum letzten Augustvollmond muß die Ernte abgeschlossen
sein, danach ziehen die Pflanzen ihre Kräfte nach innen, um sich für
den Winter zu rüsten.
Ernte, segne und danke für das was dir geschenkt wurde. Bereite
vor, was du zur Ernte brauchst, damit du bereit bist, die Gaben anzunehmen.
Bereite das Boot vor für die Überfahrt in die Dunkelheit.
Tarotkarte = Turm
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23. September - Herbst Tag und Nachtgleiche - Mabon |
Nun wähle gut, was brauchst du lebenswichtig für die lange Zeit der Dunkelheit. Was hat sich bewährt im vergangenen Jahr. Was ist Neues hinzugekommen, was ist es wert mitgenommen zu werden, was solltest du besser zurücklassen, ist nur unnötiger Ballast auf deiner Überfahrt und bringt dein Boot zum kentern, gefährdet deine Reise, aber was zu wenig ist, läßt dich hungern und frieren. Also, wähle gut!
Ehrt euch gegenseitig für die Arbeit, die ihr in den vergangen Monaten geleistet habt, um die Ernte einzubringen, Danke nochmals allen, die dir zur Seite gestanden haben, dich unterstützt, genährt haben.
Und dann besteige dein Boot, über den großen Fluß, hinab in die dunkle Welt des Ausruhens. Dort ist Schutz und Geborgenheit und eine lange Zeit des Ausruhens für dich.
Noch einmal ist Venus die Göttin des Festes, noch einmal sich hingeben, vereinigen in Liebe und dann bereit sein für den Tod und dadurch für die Wiedergeburt.
Die Sonne steht in der Waage und alles wird gemessen, gewogen.
Tarotkarte = Gerechtigkeit

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